Anbau der Kita Zwergentreff offiziell eröffnet

Integration und Inklusion werden in Franken großgeschrieben

Am vergangenen Freitag wurde der rund 550.000 Euro teuere Anbau zum Betrieb einer zweiten Gruppe offiziell eröffnet. Eingeladen hatten das HTZ Neuwied, vertreten durch Geschäftsführer Thomas Voß und Bürgermeister Andreas Geron für die Stadt Sinzig, die als Bauträger den Löwenanteil der Baumaßnahme zu tragen hatte. Rund 162.000 Euro wurden vom Land Rheinlad-Pfalz und 62.000 Euro vom Kreis Ahrweiler beigesteuert.

Sichtlich erfreut zeigten sich die Leiterin Gisela Nobel, Geschäftsführer Thomas Voß und Bürgermeister Geron in ihren Begrüßungsreden über den gelungenen Anbau, der den Erfordernissen einer modernen integrativen Einrichtung voll und ganz gerecht wird. In Vertretung des Landrates referierte der Chef des Kreisjugendamtes Holger Lind über die Bau- und Sanierungsmaßnahmen in den Kindertagesstätten der Stadt Sinzig seit 2009 mit einem Gesamtvolumen von ca. 2,1 Millionen Euro, die vom Kreis Ahrweiler mit rund 790.000 Euro gefördert wurden.

Ortsvorsteherin Helga Schmitt-FederkeilOrtsvorsteherin Helga Schmitt-Federkeil warf den Blick zurück ins Jahr 2009, als der Kita in Franken wegen der rückläufigen Geburtszahlen das Aus drohte. Dank der Bemühungen von Kreis und Stadt konnte damals mit dem HTZ Neuwied ein Betriebsträger gefunden werden, der die Kita seit 2010 als integrative Kindertagesstätte mit fünf Plätzen für förderbedürftige Kinder führt.
Durch den Zugzug vieler junger Familien, die nach Erschließung des neuen Baugebietes “Im Seiffen” in Franken heimisch geworden sind, wurde die Installation einer zweiten Regelgruppe und somit der Erweiterungsbau der Kita notwendig. Kritisch bemerkte Schmitt-Federkeil, dass durch die Maßnahme der Bedarf für 2018 zwar gedeckt werden konnte, jedoch bereits ab 2019 nicht alle Anträge berücksichtigt werden können.

Ein ausdrückliches Lob erfuhr die Einrichtung von der Ortsvorsteherin für das Konzept der “Integration und Inklusion – also das Prinzip der Wertschätzung und Anerkennung von Unterschiedlichkeit”. “Wer von klein auf lernt, das Anderssein seines Mitmenschen anzuerkennen und darüber hinaus wertzuschätzen, wer lernt, die Defizite des Anderen durch eigene Stärken auszugleichen und die eigenen Defizite mit Hilfe der Stärken des Anderen auszugleichen, der hat den besten Start in eine Gesellschaft, die gerade in der heutigen Zeit wieder auf derart wichtige soziale Kompetenzen dringend angewiesen ist.”, so die Ortsvorsteherin.

Ihren Dank richtete sie an Land und Kreis für die finanziellen Zuschüsse zum Projekt, an Landrat Dr. Pföhler und Bürgermeister Wolfgang Kroeger für den seinerzeitigen Einsatz zum Erhalt der Einrichtung, an den Stadtrat, der die Investionen ermöglichte, an das Team um Leiterin Gisela Nobel und an den Elternausschuss, der “im Alltag einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren der Gemeinschaft” leiste.

Impressionen

Fotos: Eggers

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